Baden-Württemberg und Hamburg bei Start-up-Freundlichkeit vorn
Der IT-Branchenverband Bitkom hat eine Karte veröffentlicht, die zeigt, wo in Deutschland Start-ups besonders gute Bedingungen für die Beteiligung an der Vergabe öffentlicher Aufträge vorfinden.
Grün ist auf der Landkarte die Farbe für besonders Start-up-freundliche Bundesländer. Hamburg und Baden-Württemberg sind die einzigen, die so eingefärbt sind. In Baden-Württemberg gibt die hohe Wertgrenze den Ausschlag, bis zu der direkte Beauftragungen von Start-ups möglich sind – sie liegt beim EU-Schwellenwert. Hamburg lockt junge, innovative Unternehmen mit vereinfachten Verfahren bis zu 100.000 Euro geschätztem Auftragswert. Dort ist das Projekt GovTecHH erster Ansprechpartner für alle Start-ups, die sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen wollen.
Einfaches Ampelfarben-System
Die Ampelfarben der Karte machen die Situation in den Bundesländern auf einen Blick leicht vergleichbar – auch wenn die offiziellen Rechtsgrundlagen in ihrer aktuellen Form immer beachtet werden müssen. Wer mehr wissen will, erhält in einem Pop-up zu jedem Bundesland die Schwellenwerte für verschiedene Vergabearten und Informationen zu Sonderregelungen.
Augenfällig beim Durchklicken der einzelnen Bundesländer sind vor allen Dingen die großen Unterschiede. Während etwa in Sachsen Direktaufträge nur bis 500 Euro möglich sind, schöpft Baden-Württemberg den Rechtsrahmen mit dem EU-Schwellenwert als Sonderregelung allein für Start-ups voll aus. In mehr als der Hälfte der Bundesländer liegt die Grenze für Direktaufträge bei 30.000 Euro oder darunter.
Quelle
- Bitkom (Karte und Übersichtstabelle): https://www.bitkom.org/sites/main/files/2026-01/260120-Vergabetabelle.pdf
- Portal eGovernment – Verwaltung digital: https://www.egovernment.de/wo-start-ups-leichter-an-oeffentliche-auftraege-kommen-a-296a891960d0b136d7715ef80bc8c9ba/
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