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24.07.2026, Europa

Viel Luft nach oben beim umweltorientierten Bauen in Europa


Eine Studie im Auftrag der Environmental Coalition on Standards (ECOS) geht der Frage nach, wie nachhaltig die öffentliche Beschaffung in Europa im Bausektor ist. Das Fazit: ausbaufähig.

Während viele Akteure betonen, wie wichtig die öffentliche Beschaffung für die Wirtschaft ist, untersucht die Studie „Green Public Procurement in Construction“ die Umwelt-Auswirkungen der öffentlichen Beschaffung in der EU. Bautätigkeiten der öffentlichen Hand seien etwa für mindestens 11 Prozent der Treibhausgasemissionen sowie 31 Prozent des Zementverbrauchs verantwortlich, berichtet das Recycling-Magazin in einem aktualisierten Artikel. Demnach hätten nur 11 Länder die freiwilligen Kriterien des Green Public Procurement (GPP) der EU weitgehend umgesetzt.

Zur Innovationsförderung gängige Normen überdenken

Um das Potenzial der GPP-Regeln auszuschöpfen, schlagen die Autoren unter anderem vor, Normen für konventionelle Materialrezepturen bei Zement und Beton zu überdenken. Das könne innovativen Alternativen den Weg auf den Markt zu erleichtern. Die EU-Richtlinie über das öffentliche Auftragswesen sollte ferner dahingehend überarbeitet werden, dass GPP-Kriterien nicht mehr nur freiwillig seien. Auf Ebene der Mitgliedstaaten schlägt die Studie nationale Beschaffungsagenturen zur Koordinierung einer umweltorientierten Beschaffung vor. Eine ähnliche Aufgabe hat in Deutschland bereits die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung.

Beauftragt hat die Analyse die Environmental Coalition on Standards (ECOS), zu der in Deutschland zum Beispiel die Deutsche Umwelthilfe gehört.


Quelle

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