03.05.2023, Hessen

Hessen: Land soll Vorbild für klimafreundliches Handeln sein

Das seit Februar geltende Klimagesetz in Hessen legt seinen Schwerpunkt auf die Reduzierung der Treibhausgase. Mit den neuen Bestimmungen will das Bundesland helfen, das globale 1,5-Grad-Ziel einzuhalten. Das ist laut Gesetzestext auch ein Beitrag, um „die Leistungs– und Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Wirtschaft zu erhalten“.

Um sein Ziel zu erreichen, muss das Land „bei allen Planungen, Maßnahmen und Entscheidungen der öffentlichen Hand“ das Ziel der Treibhausgasreduzierung berücksichtigen. In der praktischen Umsetzung bedeutet das, bei Investitionen und Beschaffungen einen CO2-Preis zugrunde zu legen. Er macht aus den Emissionen einen kalkulierbaren Wert.

Energiebedarf senken, Energie effizienter nutzen

Nicht vermeidbare Emissionen werden über einen Zertifikate-Kauf kompensiert, aber in erster Linie geht es darum, weniger Treibhausgase zu verursachen. Auch Bieter müssen sich darauf einstellen: Das Land will seinen Energiebedarf senken, sucht energieeffiziente Lösungen und setzt auf erneuerbare Energien.

Das Gesetz hebt den Gebäudesektor besonders hervor. Bei der Ausstattung der landeseigenen Liegenschaften soll ab 2026 grundsätzlich Technik zum Einsatz kommen, die auf die Verbrennung fossiler Energieträger verzichtet. Interessant auch der Hinweis auf den Naturschutz, wo ebenfalls Ausschreibungen anfallen könnten. Das Land will etwa Moor- und Waldflächen so aufwerten, dass sie Kohlenstoff besser binden können.

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