26.11.2021, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz

Preisprüfungen: Fast ein Drittel aller Aufträge beanstandet

1.256 Aufträge im Bereich der Verteidigung und Stationierung, der sonstigen öffentlichen Aufträge und Zuwendungen wurden im vergangenen Jahr geprüft. Es ging um Vergaben im Gesamtwert von mehr als 2 Milliarden Euro. 403 Prüfungen endeten mit einer Rechnungskürzung (rund 32 Prozent).

Laut Vergabeblog bewegt sich diese Quote seit 2009 immer um die 30 Prozent. 2020 erzielten die öffentlichen Auftraggeber durch die Preisprüfungen Einsparungen von rund 21,4 Millionen Euro.

Im Südwesten die meisten Prüfungen

In Baden-Württemberg waren die Preisüberwachungsstellen am fleißigsten – sie nahmen 332 Prüfungen vor. Tübingen (169) und Stuttgart (99) waren dabei am engagiertesten. In der Landeshauptstadt belief sich der Wert bei 29 Rechnungskürzungen auf mehr als 1 Million Euro. In Bayern wurde am zweithäufigsten geprüft (316). 101-mal kam es in der Folge zu Rechnungskürzungen (rund 1,2 Millionen Euro).

Am Beispiel Neustadt in Reinland-Pfalz zeigt sich, dass auch wenige Preisprüfungen Risiken für die Firmen bedeuten können. Zwar ergaben sich in 21 Prüfungen nur vier Kürzungen. Diese beliefen sich jedoch auf rund 2,7 Millionen Euro – also im Schnitt auf gut 687.000 Euro pro Auftrag.

Der Vergabeblog weist darauf hin, dass die tatsächliche Anzahl der Preisprüfungen 2020 höher liegen dürfte als in dieser Statistik ausgewiesen, weil die Zahlen der Bundeswehr (BAAINBw) dort nicht eingearbeitet wurden.

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