Modernisierte EVB-IT für mehr Open-Source-Software in öffentlichen Verwaltungen
Das Bundesdigitalministerium und der Digitalverband Bitkom haben einheitliche Standards bei der Beschaffung von Open-Source-Lösungen festgelegt, um die Abhängigkeiten von IT-Giganten zu reduzieren.
Es ist laut Ministerium die bisher umfangreichste Veröffentlichung im Bereich der Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen (EVB-IT). Die neuen Regelungen ermöglichten den öffentlichen Auftraggebern aus Bund, Ländern und Kommunen nun einen praxisnahen, einheitlichen und rechtssicheren Einkauf von Open-Source-Software. Erstmal stehen die Vertragsmuster aus allen Leistungsbereichen digital zur Verfügung.
Markus Richter, Staatssekretär im Digitalministerium, sieht in den modernisierten EVB-IT einen Hebel, um die digitale Souveränität der Verwaltungen zu stärken. Sie seien die „Grundlagen für schnellere und zukunftsfähige Beschaffungsprozesse“.
Open-Source jetzt als Standard in den Vertragsmustern
Zwar ist es weiterhin möglich, auch proprietäre Software zu beschaffen, damit die Auftraggeber flexibel und technologieoffen agieren können, die Vertragsmuster bilden nun aber Open-Source-Lösungen bei neuen Software-Projekten als Standard ab. Auch mehr Transparenz ist vorgesehen. Die neuen Muster beinhalten Optionen wie eine Software-Stückliste, mit der die Komponenten – und damit die möglichen Abhängigkeiten in der Verwaltung – nachvollziehbar bleiben. Die neuen EVB-IT stehen unter evb-it.gov.de zur Verfügung.
Quelle
- Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung: https://bmds.bund.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/open-source-rechtssicher-beschaffen und (direkt zu den EVB-IT) https://www.digitale-verwaltung.de/Webs/DV/DE/aktuelles-service/it-einkauf/evb-it-und-bvb/aktuelle_evb-it-node.html
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