Think Tank sieht viele Chancen für Nachhaltigkeit in EU-Beschaffung ungenutzt
Einem Bericht zufolge nutzen die EU-Staaten die Chancen, ihre Märkte in Richtung einer nachhaltigen Beschaffung zu steuern, unzureichend. Dabei könnten sie so auch ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Die EU ist derzeit dabei, ihre Vergaberichtlinien zu vereinfachen. Das International Institute for Sustainable Development beschäftigt sich aus diesem Anlass mit dem Beschaffungsrahmen der EU. Wie könnte er Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft besser unterstützen? Die Table Briefings hatten darüber berichtet.
Drei „High impact“-Branchen
Für die Autoren des Berichts ist Green Public Procurement (GPP) ein strategischer Hebel, um sowohl Nachhaltigkeits- als auch wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Sie identifizieren Verteidigung, Transport- und Bauwesen als die Branchen mit erheblichen Treibhausgasemissionen. Hier „grüner“ zu werden, würde sich in vielerlei Hinsicht positiv auswirken. Der Bericht zählt auch eine bessere Wettbewerbsfähigkeit Europas in den globalen Märkten der nachhaltigen Produkte dazu.
Der Abbau zentraler Hindernisse könnten laut Bericht helfen, das Potenzial der „grünen“ Beschaffung zu bergen, etwa:
- Klärung von rechtlichen Bestimmungen durch eine weiter gefasste Auslegung dessen, was die „Verbindung zum Auftrag“ bedeutet.
- Die Vergleichbarkeit und Standardisierung von Verfahren muss verbessert werden; EU-Leitlinien sollen dazu beitragen
- Die Ausbildung von Beschaffern muss in Richtung Nachhaltigkeit verbessert werden.
Quelle
- Table Briefings (Bezahlschranke): https://table.media/climate/news/oeffentliche-beschaffung-so-vertroedelt-europa-die-gruene-transformation
- International Institute for Sustainable Development (zum Bericht in englischer Sprache): https://www.iisd.org/system/files/2025-11/simpler-more-sustainable-procurement.pdf
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