Gutachten zur Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft
Das Ifo Institut hat untersucht, wie das Konzept der sozialen Marktwirtschaft an aktuelle Herausforderungen angepasst werden kann. Die öffentlichen Beschaffer sollten dabei Innovationsförderer sein.
Das Gutachten, das die Wirtschaftsforscher im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz im März 2025 vorgelegt haben, stellt fest, dass die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft nach wie vor Gültigkeit haben. Um Überregulierung zu vermeiden, solle der Staat sich bei seiner Rahmengebung auf marktkonforme Politikinstrumente konzentrieren.
Die öffentliche Beschaffung sehen die Autoren als wichtigen Hebel für die Innovationsförderung. Dafür müssten Vergabestellen innovativen Produkten und Dienstleistungen einen größeren Stellenwert einräumen. Die richtige Strategie an dieser Stelle könne jungen Unternehmen bei der Markteinführung neuer Produkte helfen. Der Staat sei Beschaffer, Partner für die Lerneffekte bei den Herstellern und Vorbild für weitere potenzielle Kunden zugleich.
Hürden für innovative Beschaffung
Dass der innovativen Beschaffung auch Hürden entgegenstehen, erkennt der Bericht an – etwa der hohe Informationsbedarf oder konkurrierende politische Zielsetzungen. Ökonomen wünschten sich hier vom Staat den Mut, in Innovationen vor allem die Chancen und nicht das Risiko zu sehen.
Die Hürden könnte der Staat abbauen – etwa durch Schulungen und Best Practice, aber auch dadurch, dass er das Ziel einer innovativeren Vergabepolitik in übergeordnete politische Initiativen einbette.
Quelle
- ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: https://www. de/en/publications/2025/monograph-authorship/weiterentwicklung-soziale-marktwirtschaft
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