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02.11.2026, Deutschland

Neue Wege bei der Beschaffung von Rüstungsgütern


Wenn Innovationen Schlag auf Schlag kommen, geraten langwierige Vergabeverfahren an ihre Grenzen. Die Bundeswehr setzt daher vermehrt auf wettbewerbliche Verfahren – und hofft auf Start-ups.

Innovationszyklen in der Rüstungsindustrie werden immer kürzer. Bei Drohnen etwa liege man eher bei Monaten oder Wochen als bei Jahren, erklärte Rüstungsstaatssekretär Jens Plötner auf einer „Handelsblatt“-Tagung. Die Bundeswehr reagiert auf diesen Umstand mit wettbewerblichen Verfahren.

Das Verteidigungsministerium sammelt derzeit praktische Erfahrungen mit der veränderten Art der Beschaffung, indem „Fähigkeitsziele“ definiert werden. Unternehmen sollen dann im Wettbewerb Lösungen entwickeln, die diese Ziele erfüllen und von der Bundeswehr getestet werden können. Schon jetzt haben die Anbieter Helsing, Stark und Rheinmetall auf diesem Weg erste Aufträge über Rahmenverträge für Kamikazedrohnen erhalten. Bei Drohnenabwehrsystemen für die Truppe und Jagdbomberdrohnen (Collaborative Aircrafts) ginge man ebenfalls so vor, informierte Plötner auf der Tagung.

Start-ups gefragt für Rüstungsinnovationen

Mit Hilfe von Start-ups sollen Innovationen in der Rüstung vorangetrieben werden. Dafür gibt es das zum Koblenzer Beschaffungsamt BAAINBw gehörende Innovationszentrum im bayerischen Erding und den Cyber Innovation Hub (CIH) der Bundeswehr in Berlin. Start-ups, so der Aufruf, sollten sich mit ihren Ideen an das BAAINBw wenden.


Quelle

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