28.10.2022, Deutschland

Bitkom-Positionspapier zu IT-Vergaben in Zeiten hoher Inflation

Die hohe Teuerung und die aktuellen Krisen haben den Bitkom zu einem Positionspapier zu öffentlichen Vergaben im IT-Bereich veranlasst. Der Branchenverband setzt auf Preisgleitklauseln.

Mit der öffentlichen Hand würden oft mehrjährige Rahmenverträge geschlossen, heißt es in dem Bitkom-Positionspapier. Ausschreibungsprozesse könnten langwierig sein. Das mache Kalkulationen in unsicheren Zeiten schwierig,

Aus diesem Grund setzt der Bitkom, ähnlich wie im Baubereich, auch für die IT-Branche auf Preisgleitklauseln, um auf die hohe Inflation in Deutschland zu reagieren. Die Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen (EVB-IT) machten es zwar grundsätzlich möglich, Preisanpassungen zu vereinbaren. Diese seien aber, wenn anwendbar, auf höchstens 3 Prozent gedeckelt.

Das Positionspapier widmet sich der Frage, ob in laufenden Verträgen Preisanpassungen möglich sind und wie Preisgleitklauseln in Neuverträge aufgenommen werden können. Außerdem verweist es auf Referenzindizes, nach denen sich eine angemessene Preisanpassung ermitteln lässt.

Kostentreiber Logistik und Gehälter

Bei Anbietern von Informations- und Kommunikationstechnologie sind demnach Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen und in der globalen Logistik ebenso relevant wie in anderen Branchen. Besonders die Anbieter von Hardware müssten mit höheren Logistikkosten zurechtkommen. Bei den IT-Dienstleistungen seien höhere Gehälter die Kostentreiber, die zeitlich versetzt nach dem Anstieg der Inflationsrate zu erwarten seien.

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